Als wir das Institut für EEG-Neurofeedback im Jahr 2008 gründeten, war es nicht unser Ziel, einfach nur ein weiteres Institut, eine weitere Methode oder einen neuen Trend zu schaffen.
Das Ziel war denkbar einfach:
Menschen dabei zu helfen, das Gehirn besser zu verstehen — und dieses Wissen zu nutzen, um die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Von Anfang an wurde das IFEN als ein lernendes Institut konzipiert. Ein Ort, an dem Fachleute lernen können, präzise, verantwortungsbewusst und klinisch fundiert mit dem Gehirn zu arbeiten. Neurofeedback sollte niemals eine Technik sein, die man einfach nur „anwendet“. Man muss sie verstehen.
Eine neue Perspektive auf Hirnfunktionsstörungen
Schon früh wurde uns klar, dass viele Zustände, denen wir in der Praxis begegnen — ADHS, Depressionen, Angstzustände, Schlafstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, chronischer Stress — nicht allein durch Symptome oder diagnostische Etiketten verstanden werden können.
Was wir stattdessen sehen, ist Dysregulation:
- Dysregulation von Hirnnetzwerken.
- Dysregulation von Arousal-Systemen.
- Dysregulation der Balance zwischen Aktivierung und Erholung.
Das bedeutet nicht, dass der Körper, der Lebensstil oder die Umwelt irrelevant sind. Ernährung zählt. Schlaf zählt. Stress zählt. Die Umwelt zählt. Aber das Gehirn ist das zentrale Organ, das all dies integriert. Wenn wir eine nachhaltige Veränderung wollen, müssen wir dem Gehirn helfen, seine Fähigkeit zur Selbstregulation zurückzugewinnen. Das ist die Perspektive, für die das IFEN seit Anbeginn steht.
Neurofeedback als Neurotherapie
Am IFEN verwenden wir bewusst den Begriff Neurotherapie zusammen mit Neurofeedback.
Neurofeedback ist eine kraftvolle Methode — aber sie ist Teil eines umfassenderen therapeutischen Rahmens. Über die Jahre hat sich dieser Rahmen erweitert und umfasst heute fortschrittliche EEG-Analysen, ereigniskorrelierte Potenziale (EKP) und Ansätze wie die Photobiomodulation, die den Energiestoffwechsel und die Plastizität des Gehirns unterstützen.
Der gemeinsame Nenner bleibt dabei immer derselbe:
Wir versuchen nicht, das Gehirn zu mehr Leistung zu zwingen.
Wir helfen ihm, besser zu funktionieren.
Das Gehirn verstehen, bevor man es trainiert
Eine der Kernkompetenzen des IFEN war schon immer das quantitative EEG (qEEG).
Das qEEG erlaubt uns zu beobachten, wie das Gehirn arbeitet — wie Netzwerke interagieren, wie Regulation organisiert ist und wo Ungleichgewichte auftreten. Dieses Verständnis ist die Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Anwendung von Neurofeedback.
Das IFEN leistete Pionierarbeit dabei, fortschrittliche EEG-Assessments in die professionelle Ausbildung zu integrieren — einschließlich Vielkanal-Ableitungen und moderner Analyseansätze. Doch diese Werkzeuge wurden nie als Abkürzungen oder diagnostische Stempel eingeführt.
Sie sind Denkwerkzeuge. Sie helfen uns zu verstehen, warum ein Problem besteht — und wie ein Training gestaltet werden kann, das die zugrunde liegenden funktionellen Muster adressiert, statt nur die Oberflächensymptome.
Präzision statt Standardprotokolle
Jede Störung hinterlässt einen individuellen Fingerabdruck im Gehirn.
ADHS ist nicht gleich ADHS. Depression ist nicht gleich Depression. Autismus ist nicht gleich Autismus.
Es gibt Subtypen, Überschneidungen und gemeinsame Mechanismen, die in den funktionellen Hirnmustern beobachtet werden können. Deshalb lehrt das IFEN Neurofeedback nicht als eine Sammlung von Standardprotokollen.
Wir lehren Therapeuten, Muster zu lesen, Ursachen zu verstehen und ein Training auf der Grundlage dessen zu entwerfen, was das Gehirn tatsächlich zeigt.
Mit anderen Worten: Wir behandeln Menschen, keine Etiketten oder Zahlen.
Komplexe Neurowissenschaft praxistauglich machen
Das IFEN ist tief in der Forschung und den Neurowissenschaften verwurzelt. Gleichzeitig haben wir nie geglaubt, dass Therapeuten zu Wissenschaftlern werden müssen. Eines unserer zentralen Ziele ist es, komplexe Neurowissenschaft zugänglich zu machen.
Durch die enge Zusammenarbeit mit Klinikern, Forschern und akademischen Partnern hat sich das IFEN auf EEG- und qEEG-basierte Assessments, Neurofeedback-Training und anspruchsvolle Fortbildungen spezialisiert. Das Institut ist dafür bekannt, komplexe Erkenntnisse in klinisch anwendbare Methoden zu übersetzen und evidenzbasierte Ansätze mit langjähriger Praxiserfahrung zu kombinieren.
Mit der richtigen Anleitung und Ausbildung lernen Fachkräfte, sicher und verantwortungsvoll mit komplexen Methoden umzugehen. Man muss nicht jahrelang Statistik studieren — man braucht den richtigen Rahmen, die richtigen Werkzeuge und das richtige Mentoring.
Der Mensch im Mittelpunkt — immer
Technologie allein kann keine Leben verändern.
Aber Menschen, die die richtige Technologie auf die richtige Weise einsetzen, können es.
Über die Jahre hat das IFEN hunderte von Anwendern ausgebildet, die heute täglich mit Patienten arbeiten. Durch sie haben tausende Menschen Verbesserungen in der Selbstregulation, Resilienz, kognitiven Funktion und emotionalen Stabilität erfahren. Einige der angesehensten Therapeuten auf diesem Gebiet wurden am IFEN ausgebildet. Ihre Arbeit repräsentiert das, wofür dieses Institut steht, weitaus mehr, als es jedes Gerät oder jede Software jemals könnte.
Innovation mit Verantwortung
Forschung und Entwicklung bleiben ein wesentlicher Teil der Arbeit des IFEN. Von Fortschritten im Z-Wert-Training und der EKP-Analyse bis hin zu neueren Ansätzen wie Mikrozuständen und KI-gestützter Mustererkennung folgen unsere Entwicklungen einem Leitprinzip:
Wenn es das klinische Verständnis und die Ergebnisse für den Patienten nicht verbessert, gehört es nicht in die Praxis. Innovation muss dem Menschen dienen — nicht umgekehrt.
Heute betreut das IFEN weltweit Anwender, die eine strukturierte, verantwortungsvolle und wissenschaftlich fundierte Neurofeedback-Ausbildung suchen, und schließt so die Lücke zwischen Forschung, klinischer Praxis und angewandter Neurowissenschaft. Wir kombinieren wissenschaftliche Genauigkeit, praktische Anwendung, persönliches Mentoring und kontinuierliche Innovation durch das IFEN Neuroscience Lab.
Wofür das IFEN steht
Am IFEN geht es nicht darum, mehr zu tun.
Es geht darum, die Dinge richtig zu tun.
- Dem Gehirn helfen, sich selbst zu regulieren.
- Anwender darin ausbilden zu denken, statt nur anzuwenden.
- Fortschrittliche Neurowissenschaft nutzbar machen — ohne an Tiefe zu verlieren.
So helfen wir dabei, Menschenleben nachhaltig zu verändern.
Dafür steht das IFEN seit 2008.
Weitere Informationen über die Forschung und Ausbildung am IFEN finden Sie unter: 👉 neurofeedback-info.de

